Das neue Zuhause

6 Aug, 2013

Das neue Zuhause

Einem Hund ein schönes Zuhause zu geben ist eine große Aufgabe. Handelt es sich dabei zusätzlich noch um einen Welpen, wird das Unterfangen noch anspruchsvoller. Steht der Einzugstermin des Hundes fest, muss nun die Wohnung Welpen/Hunde-Fit gemacht werden und eine Einkaufsliste sollte erstellt werden. Es ist wichtig, dass am Tag des Einzugs alles vorhanden ist, denn wenn der Hund einmal da ist steht die Welt Kopf.

Spätestens wenn der Hund das erste Mal nach draußen muss stellt sich die Frage wie man den Hund sichern möchte. Nimmt man ein Halsband oder doch lieber ein Geschirr. Das ist eine Frage die jeder für sich selber beantworten muss. Holly besitzt derzeit beides. Gerade Welpen halten nicht besonders lang still was zu Schwierigkeiten beim Anlegen des Geschirrs führen könnte. Ein Halsband ist da schneller angelegt, wird den Hund jedoch anfangs auch irritieren. Wichtig ist in beiden Fällen die Maße des Hundes zu kennen, um ein passendes Halsband oder Geschirr zu kaufen. Wenn es ein Halsband werden soll, kann man auf eine angemessene Breite des Bandes und ein anschmiegsames Material wie Stoff achten, das ist für den Hundehals angenehmer. Achtet man von vornherein darauf, dass man das Halsband in der Länge verstellen kann, dann muss man nicht so schnell ein neues kaufen. Gerade am Anfang wächst der Hund sehr schnell, also schont Voraussicht den Geldbeutel. Wer möchte kann an das Halsband ein Adressanhänger machen, sodass der kleine Hund immer wieder nach Hause gebracht werden kann. Die passende Leine für den Welpen sollte möglichst sehr leicht und dünn sein, damit der Welpe nicht so schwer zu tragen hat. Mir hat am Anfang eine Leine aus Stoff gereicht die eine Länge von knapp zwei Metern hatte und verstellbar war. Erhältlich in jedem Tierladen oder Online Shop.

Holly liegt quer in ihrem Kennel
Schlafen kann man immer

Für die erste Nacht im neuen Zuhause braucht der Welpe ein schönes Bett. Hier muss wieder jeder für sich entscheiden wo der Hund nächtigen soll. Holly hatte einen Kennel in dem sie geschlafen hat. Es gibt aber genauso gut Kunststoffbetten oder Körbe. Wichtig finde ich nur, dass der Hund anfangs in der Nähe des Besitzers schlafen kann. Holly schläft immer noch neben meinem Bett. Als sie noch ein Welpe war habe ich, sobald sie unruhig wurde, meine Hand zu ihr runter gestreckt damit sie mich besser riechen konnte und somit wusste, dass alles gut ist. Mittlerweile hat Holly nur noch eine Decke auf der sie schläft, aber die hat sie sich sogar selber ausgesucht als ich meinen Schrank ausgemistet habe. Ich wollte die Decke eigentlich nur kurz auf den Boden legen um etwas anderes in den Schrank zu tun. Als ich sie wieder nehmen wollte lag Holly schon drauf und wollte gar nicht mehr runter gehen, also habe ich sie ihr gelassen. Wie ihr seht, ein Hundebett muss nicht teuer sein sondern, nur dem Hund gefallen.

Holly liegt müde in ihrem Kennel

Ein weiteres wichtiges Utensil ist  Futter- und Wassernapf. Es ist sehr wichtig, dass der Hund immer Wasser zur Verfügung hat. Beim Kauf ist auf Stabilität und Rutschfestigkeit zu achten um Sauerrei vorzubeugen.

In Bezug auf Futter sollte man eine Zeit lang das Futter des Züchters verwenden. Denn der Hund hatte schon eine Umstellung im Umfeld, da muss sich nicht noch gleichzeitig das Futter ändern. Außerdem kann eine abrupte Futterumstellung zu Durchfall führen und das wollen wir schließlich vermeiden. Also sollte man den Züchter Fragen was, wann und wieviel er füttert, sodass sich da anfangs nichts ändert. Auch Leckerlis sollte man bereits gekauft haben. Ich habe damals den Fehler gemacht und bin in den nächst besten Fressnapf gefahren und habe da diese harten Hundekekse gekauft die in den Kisten liegen. Für meine kleine Holly waren die jedoch noch viel zu groß und zu hart. War also ein totaler Fehlkauf und habe ich auch nie wieder gemacht. Für Welpen oder generell für das Training eignen sich am besten ganz kleine sehr weiche Leckerlis. Diese müssen schnell zu schlucken sein. Ich habe dann immer die Welpenleckerlis von Rinti gekauft oder habe Wiener kleingeschnitten. Als totales Schmankerl habe ich manchmal Putenbrust in Wasser gekocht und die dann klein geschnitten.

Weiter sind Utensilien wie eine weiche  Bürste, Kaumaterial z.B. aus Büffelhaut und Spielzeug sehr wichtig. Holly hat vom Züchter das abgeworfene Geweih geschenkt bekommen, woran sie sehr gerne gekaut hat. Ich bin mir sicher das hat mir das ein oder andere Stuhlbein gerettet. Ich finde als Spielzeug eignet sich ein Zerrtau sehr gut, da kann nicht viel kaputt gehen, die Verletzungsgefahr ist gleich null und man muss auch keine Angst haben, dass der Welpe Kleinteile verschluckt. Ich hatte für Holly ein Tau für draußen und eines für drinnen, dann wird die Wohnung nicht so schmutzig und man hat immer auch ein sauberes Spieli. Holly hatte auch ein Kuscheltier, jedoch hat sie das sehr schnell erlegt und dann gab es keines mehr. Weiter hatte sie eine Flieskordel und einen Ball der an einer Schur befestigt ist. Das einzige was zu jederzeit zu Hollys Verfügung stand war das Tau in der Wohnung. Alles andere bekam sie immer nur Zeitweise von mir, dann bleibt das Zeug Interessanter und der Hund lernt auch mal ohne Spielzeug klar zukommen.

Was ich von vornherein abgelehnt habe ist jegliches Spielzeug was quietscht wenn der Hund rein beißt. Zuerst mal nervt das tierisch. Selbst wenn ich im Tierladen das Spielzeig teste und dann quietscht da eins stellen sich mir schon die Nackenhaare auf. Wenn der Hund in dem Moment wo er in das Spielzug beißt, das Quietschen hört wird das im Gehirn des Hundes als positiv verknüpft. Hund denkt also “ Beißen, quietschen, toll, spielen, fester beißen. Man sollte jedoch beachten, dass wenn der Hund ein Kind/Mensch im Spiel zu fest beißt, dass der dann unter Umständen auch quitschend AUA schreit und der Hund das als Abbruchsignal werten sollte. Also kann man das leider nicht miteinander vereinbaren. Demnach kein Quietschispielzeug für Holly.

Holly total verdreckt

Zum Sauber und Trocken machen des Hundes nach einem kleinen Matschgelage, Badeausflugs oder Regenguss sollten immer alte Handtücher zur Verfügung stehen. Holly hat mittlerweile ihre eigene kleine Handtuchsammlung und das ist echt nötig, da sie niemals sauber nach einem Spaziergang nach Hause kommt. Manchmal hilft da aber nur noch der Gartenschlauch oder eben die Badewanne. Hierbei habe ich des öfteren das Welpenshampoo gebraucht, da sich Madame in ihrer Welpenzeit gerne mal in Kuhmist oder Kot von sonst wem gewälzt hat. Dieses kleine Problemchen haben wir Gott sei Dank mittlerweile im Griff. Für das Entfernen von Zecken sind Zeckenzangen praktisch, ich finde damit kann man die Zecken am leichtesten entfernen.

Sonst ist es noch wichtig die Wohnung und den Garten Welpen/Hundesicher zu machen. Ich habe mich damals auf die Perspektive des Hundes begeben und bin auf allen Vieren durch die Wohnung gekrochen. Echt interessant was man da alles so sieht. Achtet auf Kabel, Türen, Treppen, Putzmittel, Pflanzen, Teppiche, Katzenfutter, Teich, Medikamente und alles was sonst noch so in Reichweite des Hundes liegen könnte. Ich war früher immer dazu geneigt meine Klamotten einfach auf den Boden zu werfen, ich muss sagen seit ich meinen kleinen Bären habe, ist der Boden bei mir sehr viel aufgeräumter.

Jasmin

Als Sozialpädagogin i.A. und zertifizierte Hundeführerin in der tiergestützten Intervention liegt mir das Wohl und die Entfaltung der Persönlichkeit meiner Klienten sehr am Herzen. Zusammen mit meiner ausgebildeten Therapiehündin Holly ist es mir eine Freude, Menschen ein Stück ihres Lebens zu begleiten.

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