Golden Retriever

9 Nov, 2013

Golden Retriever

Bevor man sich für eine bestimmte Rasse entscheidet, sollte man sich über diese gründlich Informieren. Viele Verhaltensweisen der unterschiedlichen Rassen liegen in den Genen und sind nur schwer bis gar nicht abzutrainieren. So sollte man sich nicht wundern, wenn ein Schutzhund seine Herde beschützt, ein Jagdhund jagt oder ein Hütehunde Hüteverhalten zeigt. Daher ist es wichtig, sich vorher sehr gut zu überlegen was für Aufgaben der Hund haben wird, mit welchem Verhalten man umgehen kann und mit welchem nicht.

Der Golden Retriever ist einer der sechs vom Deutschen Retrieverclub e.V. anerkannten Retriever. Darunter fallen

  • Chesapeake-Bay-Retriever
  • Curly-Coated Retriever
  • Flat-Coated Retriever
  • Golden Retriever
  • Labrador Retriever
  • Nova-scotio-Duck-Tolling- Retriever

 

Der Golden Retriever

Der Golden Retriever ist vielseitig einsetzbar. In der heutigen Zeit dient er als Familienhund, Behindertenbegleithund, Sozialhund, Lawinenhund, Drogenspürhund, Therapiehund etc. Ursprünglich ist er jedoch wie alle Retriever ein Jagdhund.  Seine Aufgabe ist nicht lebenden Tieren nachzuhetzen. Seine Stärke liegt im Apport des vom Jäger erlegten Niederwilds, wie z.B. Enten,  wozu er in Deutschland auch noch eingesetzt wird. Daher sollte man sich im Klaren sein, dass man dieses in den Genen verankerte Verhalten in ein gemeinsames Leben einbauen sollte um den Hund artgerecht auszulasten. Dazu ist es nicht notwendig den Hund jagdlich zu führen. Verschiedene Hundeschulen bieten Dummy-Kurse an und einmal erlerntes kann auf jedem Spaziergang angewendet werden.

Holly mit ihrem DummyBeim Kauf eines Golden Retriever ist auf die Linie des Hundes zu achten. Es gibt Arbeitslinien und Showlinien. Die Hunde unterscheiden sich maßgeblich im Aussehen und im Aktivitätslevel. Die Showlinie zeichnet sich durch  ein bauschiges, dichtes, etwas längeres Fell aus, der Körperbau ist wuchtig genauso wie der Kopf. Sie sind in der Regel eher gemütliche und ruhigere Charaktere. Eine Arbeitslinie hat hingegen kürzeres Fell, weißt einen sportlicheren Körperbau und ein schmaleres Gesicht auf. Das Aktivitätslevel ist höher, daher ist der Hund vom Bewegungsdrang her anspruchsvoller. Holly ist eine Arbeitslinie aus spezieller jagdlicher Leistungszucht und hat ein extrem hohes Energielevel.

Generell ist der Golden Retriever ein sehr Holly sprinted auf die Kamera zuanhängliches und menschenbezogenes Tier und daher für Zwingerhaltung ungeeignet. Der sogenannte „will to please“  also das „dem Halter gefallen wollen“ ist ausgeprägt vorhanden, was dazu führt, dass man mit dieser Rasse wunderbar arbeiten kann. Er ist ein toller Spielgefährte und Arbeitshund. Er ist immer für viele Anregungen, Spaß, Bewegung und Spiel zu haben. Hat der Hund keine Aufgabe oder ist unterfordert fallen ihm schnell selbst Beschäftigungen ein, die dem Besitzer eventuell nicht so gut gefallen könnten.

Der Golden Retriever ist ein von Grund auf freundlicher, verträglicher Hund. In der Regel zeigt er kein aggressives Verhalten oder Schutztendenzen. Über diese Rasse sagt man, dass sie einen Einbrecher freudig begrüßen und ihm beim raus tragen helfen. Wer also einen Beschützer will ist hier an der falschen Adresse.

Die immer wieder angepriesene Leichtführigkeit des Hundes darf nicht falsch verstanden werden. Der Golden Retriever ist in der Tat leichtführig und auch als Anfängerhund geeignet, was den Menschen jedoch nicht von seinen Führungsaufgaben entbindet. Das heißt auch diese Rasse benötigt einen konsequenten, ruhigen und souveränen Rudelführer, der sich seiner Rolle als Leitwolf bewusst ist.

Körperlich gehört der Golden Retriever zu den mittelgroßen Rassen. Weibchen erreichen in der Regel eine Schulterhöhe von  ca. 51 cm – 56 cm und ein Gewicht  zwischen 30 kg und 36 kg. Männchen werden zwischen 56cm und 62 cm groß und erreichen ein Gewicht von 36 kg bis 40 kg. Das Fell ist mittellang und kann glatt bis leicht gelockt auftreten mit dichter und wasserabweisender Unterwolle. Farben reichen von Creme bis Gold. Zu Zeiten des Fellwechsels  haart er extrem und sollte am besten täglich gebürstet werden. Bei Exemplaren mit längerem und dichterem Haarkleid empfiehlt es sich den Hund grundsätzlich täglich zu bürsten.

 

Quellen dieses Artikels

www.drc.de

Zvolsky, Norma:  Retriever Schule für Welpen

Jasmin

Als Sozialpädagogin i.A. und zertifizierte Hundeführerin in der tiergestützten Intervention liegt mir das Wohl und die Entfaltung der Persönlichkeit meiner Klienten sehr am Herzen. Zusammen mit meiner ausgebildeten Therapiehündin Holly ist es mir eine Freude, Menschen ein Stück ihres Lebens zu begleiten.

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